Wahlprogramm der MVP
Konkrete Politik für Mitbestimmung, lokale Stärke und eine moderne, zukunftsorientierte Gesellschaft
Kurzüberblick: Direkte Mitbestimmung, Transparenz, Stärkung der Regionen.
Die Würde des Menschen, die Grundrechte sowie die freiheitlich-demokratische Grundordnung sind unantastbar und können durch keinen Mehrheitsentscheid eingeschränkt werden.
Teil I – Grundsatz & Demokratie
1. Staats- und Regierungsform
Das politische System Deutschlands wird um eine direkte Bürger-Säule ergänzt. Während der Bundespräsident
weiterhin als Staatsoberhaupt die völkerrechtliche Vertretung übernimmt und Gesetze unterzeichnet, wird
das Amt des Volkssprechers neu geschaffen. Er ist der neutrale Sachwalter der direkten Demokratie und
sorgt dafür, dass die Stimme des Volkes im politischen Betrieb dauerhaft präsent ist.
Die Einführung des Amtes des Volkssprechers erfolgt im Rahmen einer demokratischen Verfassungsänderung
nach Artikel 79 des Grundgesetzes. Die bestehenden staatlichen Institutionen bleiben erhalten und werden
durch das neue Amt nicht ersetzt, sondern ergänzt.
Die MVP steht fest auf dem Boden des Grundgesetzes. Unsere Reformen sind keine Umsturzpläne, sondern
eine zielgerichtete Erweiterung der bestehenden Ordnung. Das Amt des Volkssprechers ergänzt die
repräsentative Demokratie um eine direkte demokratische Säule, ohne die Stabilität des Staates zu
gefährden.
2. Aufgaben des Volkssprechers / der Volkssprecherin
Der Volkssprecher fungiert als Anwalt der Bürgerbeteiligung. Er moderiert den Dialog zwischen Volk,
Parlament und Regierung. Seine Hauptaufgabe ist die Durchführung und Verkündung von Volksabstimmungen
sowie die Einbringung von Bürger-Vorschlägen aus dem digitalen Forum in den Bundestag. Er hat keine
exekutive Macht, aber ein unabhängiges Rederecht im Parlament, um dem Volkswillen direkt Gehör zu
verschaffen.
Der Volkssprecher besitzt keinerlei Entscheidungsgewalt über Gesetze, Haushalte oder
staatliche Maßnahmen. Seine Rolle beschränkt sich ausschließlich auf die Organisation, Vermittlung und
Verkündung direktdemokratischer Verfahren.
Der Volkssprecher hat das Recht, jederzeit im Bundestag zu
sprechen, wenn er Themen
aus dem
Bürgerforum einbringen möchte. Die Tagesordnung wird für ihn geöffnet.
Der Volkssprecher hat zwei strikt getrennte Funktionen.Als Verfahrenshüter organisiert, sichert und
verkündet er Abstimmungen und ist dabei strikt neutral, vergleichbar mit einem Bundeswahlleiter. Als
Parlamentsbote trägt er die Ergebnisse des Bürgerforums in den Bundestag und verliest dort
ausschließlich das dokumentierte Meinungsbild ohne eigene Wertung. Eigene
politische Stellungnahmen außerhalb dieser Funktion sind dem Volkssprecher im Amt untersagt und können
zur Amtsenthebung führen.
Der Volkssprecher hat keinerlei Einfluss auf die inhaltliche Formulierung des Meinungsbildes, das er im
Parlament vorträgt. Dieses wird von einer unabhängigen Redaktionskommission erstellt und vor der
Parlamentssitzung veröffentlicht. Der Volkssprecher verliest es wörtlich.
3. Parlament
Das Parlament bleibt das Zentrum der Gesetzgebung. Das Parlament arbeitet eng mit dem Volkssprecher
zusammen und bildet einen starken, unabhängigen
Gegenpol. Es
ist verantwortlich für die Gesetzgebung, die Haushaltskontrolle und die politische Überprüfung der
Regierung. Das Parlament setzt sich aus zwei Kammern zusammen: dem Bundestag, in dem die Bürger direkt
vertreten sind, und dem Bundesrat, der die Interessen der Bundesländer wahrt. In extremen Fällen kann
das
Parlament Maßnahmen des Volkssprechers überprüfen oder blockieren, um Machtkonzentration zu verhindern.
Die
politische Führung und Umsetzung von Gesetzen obliegt ausschließlich dem Bundeskanzler und dem Kabinett.
Der Volkssprecher tritt jedoch als Bindeglied auf: Er
konfrontiert die Abgeordneten direkt mit den Ergebnissen der Volksbefragungen. Dadurch wird
sichergestellt, dass politische Entscheidungen stärker an den tatsächlichen Positionen der Bevölkerung
orientiert sind.
Die MVP versteht sich im Parlament als Anwalt des Bürgerwillens. Die Ergebnisse des Bürgerforums werden
von uns als verbindliche politische Verhandlungsgrundlage in parlamentarische Debatten eingebracht. Ziel
ist es, durch Kompromisse mit anderen Parteien die größtmögliche Schnittmenge mit den Positionen der
Bevölkerung zu erreichen. Je stärker die MVP im Parlament vertreten ist, desto schwieriger wird es für
die etablierte Politik, die Stimme der Bürger zu ignorieren.
4. Direktdemokratische Elemente
Direktdemokratische Elemente spielen eine wichtige Rolle in der Regierungsführung. Bei entscheidenden Themen, wie der Außenpolitik, großen Infrastrukturprojekten oder gesellschaftlichen Reformen, können Volksabstimmungen durchgeführt werden.
Zusätzlich wird ein digitales Bürgerforum eingerichtet, in dem Bürger Vorschläge einbringen, diskutieren
und Empfehlungen an das Parlament weiterleiten können. Volksabstimmungen werden primär digital über
das Bürgerforum durchgeführt und sind dadurch kostengünstig und flächendeckend zugänglich. Der
Volkssprecher vermittelt die Ergebnisse dieser Foren und Abstimmungen an die Bevölkerung, um den
Volkswillen transparent und nachvollziehbar zu machen.
Zur Sicherung der Integrität wird jede Abstimmung durch ein mehrstufiges Identitätsverfahren geschützt,
das beispielsweise digitale Ausweise, staatliche Identitätsprüfung und unabhängige technische Kontrolle
kombiniert. Mehrfachabstimmungen, automatisierte Bot-Teilnahme und externe Manipulationsversuche werden
durch technische und rechtliche Schutzmechanismen verhindert.
Gleichzeitig wird die geheime und freie Wahl garantiert, sodass individuelle Abstimmungsentscheidungen
weder nachvollzogen noch gespeichert werden können.
5. Staats- und Nationalsymbole
Die deutschen Nationalsymbole bleiben in ihren Grundfarben schwarz, rot und gold erhalten. Optional können staatliche Gebäude mit einer stilisierten Bürgerkrone ergänzt werden, die als Symbol für die Souveränität des Volkes steht. Die MVP fördert ein reflektiertes Bewusstsein für unsere Geschichte und Kultur, das Tradition und moderne Demokratie als Einheit versteht und einen positiven, verbindenden Zusammenhalt schafft.
6. Amtszeit und Wahl
Der Volkssprecher oder die Volkssprecherin wird für eine Amtszeit von vier Jahren direkt vom Volk
gewählt. Um den Einfluss von Großspendern und Lobbygruppen zu verhindern, ist private Wahlwerbung für
dieses Amt untersagt. Alle Kandidaten erhalten eine identische, rein staatlich finanzierte Plattform zur
Vorstellung ihrer Person. Dies garantiert, dass die persönliche Eignung und Integrität entscheiden,
nicht das Budget für Werbekampagnen. Jede Person mit deutscher Staatsbürgerschaft kann für das Amt
kandidieren, sofern sie die rechtlichen Voraussetzungen zur Ausübung eines öffentlichen Amtes erfüllt.
Kandidieren darf, wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, mindestens 35 Jahre alt ist und in den
letzten fünf Jahren kein aktives Mitglied einer politischen Partei war. Zur Kandidatur sind mindestens
50.000 verifizierte Unterstützungsunterschriften erforderlich.
Die Wahl erfolgt in zwei Wahlgängen. Erreicht kein Kandidat im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit,
treten die zwei Erstplatzierten in einer Stichwahl an. Die Wahl ist nur gültig bei einer
Mindestbeteiligung von 40% der Wahlberechtigten.
Eine Amtsenthebung ist auf drei Wegen möglich: durch Zwei-Drittel-Mehrheit des Bundestages, durch
Feststellung einer Amtspflichtverletzung durch das Bundesverfassungsgericht, oder durch ein
Abwahlreferendum das durch eine Million verifizierter Unterschriften erzwungen werden kann.
Der Volkssprecher darf während seiner Amtszeit keine wirtschaftlichen Beteiligungen an börsennotierten
Unternehmen halten und unterliegt nach dem Ausscheiden aus dem Amt einer fünfjährigen Karenzzeit für
Lobbytätigkeiten.
Die Wahl des
Volkssprechers hat keinen Einfluss auf die Zusammensetzung der Regierung. Die Wahl des Volkssprechers
ist eine reine Personenwahl des Vertrauens. Sie findet unabhängig von Bundestagswahlen statt, um die
überparteiliche Neutralität des Amtes zu betonen. Er ist kein Gegenspieler des Präsidenten, sondern die
institutionalisierte Stimme der Bürger.
7. Gleichberechtigung und Mitbestimmung
Die MVP setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch in Deutschland absolut gleichberechtigt ist. Alle müssen die gleichen Rechte bei der politischen Mitbestimmung, bei Abstimmungen und für öffentliche Ämter haben, völlig unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder den sozialen Umständen. Wir wollen Traditionen bewahren, aber ohne dabei die persönliche Freiheit oder die Gleichberechtigung einzuschränken. Niemand darf aufgrund des Geschlechts in bestimmte Rollen gedrängt werden. Entscheidungen werden bei uns allein auf Grundlage von Fähigkeiten, echtem Engagement und dem Willen der Menschen getroffen.
8. Kontrolle und Checks & Balances
Ein unabhängiges Verfassungsgericht und die parlamentarische Kontrolle stellen sicher, dass die Macht des
Volkssprechers nicht missbraucht wird und dass die demokratischen Prinzipien stets gewahrt bleiben. Da
der
Volkssprecher keine Exekutiv-Macht hat, liegt die Kontrolle der Regierung beim Parlament.
Volksabstimmungen sind bindend für die inhaltliche Richtung. Das Parlament kann Umsetzungsdetails
gestalten, aber nicht das grundlegende Ergebnis eines Volksentscheids kippen. Nur das
Bundesverfassungsgericht kann eine Volksabstimmung für ungültig erklären.
9. Direkte Demokratie als Kernprinzip der MVP
Die MVP trifft grundlegende politische Entscheidungen nicht allein, sondern bindet die Bevölkerung systematisch durch Volksabstimmungen ein. Ob es um die Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union, Infrastrukturprojekte oder gesellschaftliche Reformen geht, die Mehrheit der Bürger entscheidet.
Um sicherzustellen, dass Abstimmungen nicht durch finanzstarke Interessengruppen manipuliert werden, wird
vor jedem Volksentscheid ein neutrales Informationsheft an alle Bürger versandt. In diesem werden Pro-
und Contra-Argumente gleichwertig dargestellt.
Zwischen der Veröffentlichung der Abstimmungsunterlagen und der eigentlichen Abstimmung liegt eine
gesetzlich festgelegte öffentliche Diskussionsphase. In dieser Zeit finden öffentliche Debatten,
Expertenanhörungen sowie parlamentarische Beratungen statt, damit Bürger ausreichend informiert ihre
Entscheidung treffen können. Teilnahmeberechtigt sind alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger
Deutschlands entsprechend den bestehenden Wahlgesetzen.
Bei sehr knappen Abstimmungsergebnissen, wenn der Unterschied weniger als 10 Prozentpunkte beträgt, wird
eine zusätzliche Phase für Konsultation, Debatte und Kompromissfindung eingeleitet. So wird
sichergestellt, dass die Stimmen der Minderheit nicht unterdrückt werden, sondern ein Ausgleich gefunden
wird, der die Interessen aller versucht zu berücksichtigen. Jede Abstimmung unterliegt zudem der Prüfung
durch den
unabhängigen Ethikrat und das Bundesverfassungsgericht, um die Einhaltung von Grundrechten und
demokratischen Prinzipien zu gewährleisten.
Eine Volksabstimmung kann auf drei verschiedene Arten zustande kommen. Erstens durch eine Initiative aus
dem Parlament: Der Bundestag entscheidet mit einfacher Mehrheit, dass ein Thema dem Volk zur Abstimmung
vorgelegt wird. Zweitens durch eine Bürgerinitiative: Wenn mindestens 500.000 verifizierte
Unterschriften im Bürgerforum gesammelt werden, muss es zu einer Abstimmung kommen. Drittens durch eine
Initiative des Volkssprechers: Dieser kann ein Thema einbringen, wenn es im Bürgerforum eine festgelegte
Aktivitätsschwelle erreicht hat, zum Beispiel 250.000 aktive Beiträge.
Unabhängig davon, wie die Abstimmung angestoßen wird, wird die konkrete Frage von einer unabhängigen
Sprachkommission formuliert. Diese ist paritätisch besetzt, arbeitet neutral, lässt die Frage juristisch
prüfen und stellt sie vor der endgültigen Freigabe öffentlich zur Diskussion.
Damit Volksabstimmungen demokratisch legitim und gleichzeitig praktikabel bleiben, gibt es je nach
Bedeutung der Entscheidung unterschiedliche Anforderungen.
Bei alltäglichen Fragen, zum Beispiel beim Tempolimit oder bei Anpassungen des Mindestlohns, reicht eine
einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine Mindestbeteiligung ist hier nicht nötig.
Geht es um größere Systemfragen, die das Grundgerüst des Staates betreffen, etwa die Organisation des
Krankenversicherungssystems oder grundlegende Reformen im Bildungsbereich, müssen sich mindestens 25
Prozent der Wahlberechtigten beteiligen. Zusätzlich braucht es auch hier eine einfache Mehrheit.
Bei besonders weitreichenden Entscheidungen, die nah an der Verfassung liegen oder langfristige Folgen
haben, zum Beispiel in der Bündnispolitik oder bei der EU Mitgliedschaft, gelten strengere Regeln. In
diesen Fällen müssen mindestens 33 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen, und es ist eine
Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.
Wird die notwendige Beteiligung nicht erreicht, ist das Ergebnis nicht verbindlich. Es wird aber
vollständig festgehalten und dem Parlament als wichtiges Meinungsbild übergeben. Das Parlament muss sich
dann innerhalb von 90 Tagen öffentlich dazu äußern.
In den letzten 72 Stunden vor dem Ende einer Abstimmung sind bezahlte politische Werbeanzeigen auf
digitalen Plattformen nicht erlaubt. Normale Meinungsäußerungen von Bürgerinnen und Bürgern bleiben
davon unberührt und sind weiterhin uneingeschränkt möglich. Die Meinungsfreiheit gilt also weiterhin
ohne Einschränkung. Verboten ist lediglich der gezielte Einsatz von Geld, um kurz vor der Abstimmung
noch Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen.
10. Tradition und Zusammenhalt
Für uns bedeutet Tradition, unser Land mit Verantwortung und Respekt zu führen. Gleichzeitig setzen wir auf moderne, zukunftsorientierte Lösungen, die aktuelle Herausforderungen adressieren und langfristige Perspektiven sichern. Wir setzen auf eine gewählte Führung, die Stabilität und Zusammenhalt garantiert, während die volle Gleichberechtigung aller Bürger gewahrt bleibt.
11. Grundhaltungen und Leitplanken der MVP
Die MVP versteht direkte Demokratie als verantwortungsvolle Mitbestimmung innerhalb klarer demokratischer
Grenzen. Volksabstimmungen dürfen weder zur Diskriminierung von Minderheiten noch zur Durchsetzung
extremistischer, autoritärer oder verfassungsfeindlicher Positionen genutzt werden. Ob eine
Volksabstimmung gegen Grundrechte oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstößt, prüft
ausschließlich das unabhängige Bundesverfassungsgericht – dessen Entscheidung ist bindend und kann durch
keinen Volksentscheid aufgehoben werden. So bleibt die Mitbestimmung des Volkes stark, ohne dass
Grundrechte jemals zur Abstimmung stehen. Darüber hinaus müssen politische Entscheidungen stets
transparent, finanzierbar und langfristig tragfähig sein. Die MVP gibt keine inhaltlichen Vorgaben für
einzelne Sachfragen, setzt jedoch klare Grenzen dort, wo Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische
Stabilität gefährdet würden.
Direkte Demokratie darf niemals zur Unterdrückung von Minderheiten führen. Der Schutz individueller
Grundrechte hat stets Vorrang vor Mehrheitsentscheidungen. Demokratie bedeutet nicht nur
Mehrheitsprinzip, sondern auch den dauerhaften Schutz der Freiheit jedes Einzelnen.
Direkte Demokratie bedeutet auch gemeinsame Verantwortung. Entscheidungen des Volkes beruhen auf
möglichst transparenter Information und einer offenen öffentlichen Debatte. Sollte sich im Nachhinein
zeigen, dass Entscheidungen unvorhersehbare negative Folgen haben, versteht die MVP dies als Teil eines
demokratischen Lernprozesses. Neue Abstimmungen können politische Entscheidungen korrigieren.
Gleichzeitig trägt die Gesellschaft gemeinsam Verantwortung für die politischen Auswirkungen ihrer
Entscheidungen.
Die MVP garantiert: Die Grundrechte der Artikel 1 bis 20 GG sind die rote Linie. Jede Abstimmungsfrage
wird vorher durch einen unabhängigen Ethikrat und Juristen auf Verfassungskonformität geprüft, damit
keine diskriminierenden Fragen zugelassen werden.
Teil II – Politikfelder unter direkter demokratischer Entscheidung
12. Wirtschaft & Arbeit
Die MVP steht für eine starke soziale Marktwirtschaft als Fundament für Wohlstand, echte Innovationen
und soziale Sicherheit. Große wirtschaftliche Reformen und wichtige Richtungsentscheidungen werden bei
uns jedoch nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden. Hier stimmt die Bevölkerung per
Volksabstimmung direkt selbst ab. Wirtschaftliches Handeln muss dem Gemeinwohl dienen, ohne dabei die
Freiheit von Unternehmen oder die persönliche Leistungsbereitschaft einzuschränken.
Ein fairer Mindestlohn ist für uns ein entscheidendes Werkzeug gegen Armut trotz Arbeit. Wir setzen uns
für eine regelmäßige und unabhängige Anpassung ein. Das soll eine paritätische Kommission übernehmen,
die zu gleichen Teilen aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und unabhängigen Experten besteht. Wie genau
dieser Prozess im Detail gestaltet wird, entscheidet am Ende das Volk.
Wirtschaftliche und politische Grundsatzentscheidungen, die das Leben der breiten Bevölkerung direkt betreffen, brauchen eine demokratische Legitimation durch uns Bürger. Der Staat sorgt dabei für fairen Wettbewerb, setzt klare rechtliche Rahmenbedingungen und verhindert, dass mächtige Konzerne den Markt dominieren oder ihre Position missbrauchen. Arbeit ist für uns weit mehr als nur ein wirtschaftlicher Faktor. Sie verdient echten Respekt, Schutz und faire Bedingungen. Für uns stehen Arbeitnehmerrechte, der Schutz von Eigentum und die unternehmerische Freiheit gleichwertig nebeneinander. Sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, damit Wirtschaft und Beschäftigte langfristig sicher planen können.
Der aktuelle Mangel an Wohnraum zeigt deutlich, wo der Markt versagt. Hier muss der Staat eingreifen und die passenden Rahmenbedingungen schaffen, zum Beispiel durch einfachere Baurechte und gezielten sozialen Wohnungsbau. Die konkrete Ausgestaltung legen wir auch hier in die Hände des Volkes.
Große Strukturreformen in der Wirtschaft, Privatisierungen oder tiefe staatliche Eingriffe in den Markt
gibt es mit der MVP nur dann, wenn sie transparent, solide finanziert und von den Bürgern direkt
mitgetragen werden. Solche Entscheidungen müssen zukunftssicher sein und dürfen weder kommende
Generationen noch einzelne Gruppen in unserer Gesellschaft ungerecht belasten.
Wichtig ist, dass Volksabstimmungen sich immer auf die grundlegende Richtung beziehen. Kurzfristige
Maßnahmen in Krisen oder technische Details im Haushalt bleiben weiterhin die Aufgabe von Parlament und
Regierung, damit unser Land jederzeit stabil und handlungsfähig bleibt.
Wer über Mehrausgaben abstimmen lässt, muss zwingend einen Vorschlag zur Gegenfinanzierung vorlegen,
also aufzeigen, wo stattdessen gespart oder wie die Steuer angepasst werden soll. Das Volk entscheidet
dann über das gesamte Paket.
Die MVP fordert und fördert ganz konkret Unternehmensgründungen innerhalb von vierundzwanzig Stunden
durch komplett digitale Anmeldeverfahren, eine einheitliche digitale Plattform für Behörden, damit
Bürger und Unternehmen dieselben Daten nicht immer wieder neu einreichen müssen, und eine faire
Besteuerung von Unternehmen, die uns im Vergleich zu anderen europäischen Staaten keine Nachteile
bringt. Ein konsequentes Vorgehen gegen die Machtkonzentration marktbeherrschender Konzerne ist uns
ebenfalls wichtig.
Bei der Arbeitszeit setzen wir auf flexible Modelle, die Angestellte und Arbeitgeber direkt und
partnerschaftlich miteinander vereinbaren können. Ob moderne Konzepte wie die Vier Tage Woche für unsere
Gesellschaft sinnvoll sind, entscheidet letztendlich das Volk.
13. Bildung & Forschung
Bildung ist eine zentrale staatliche Verantwortung und die Grundlage für persönliche Freiheit,
gesellschaftliche Teilhabe und langfristigen Wohlstand. Die MVP versteht Bildung nicht als
Ideologieprojekt, sondern als Befähigung des Menschen zu selbstständigem Denken, Verantwortung und
Mitbestimmung.
Der Staat gewährleistet einen verlässlichen, qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Zugang zu
Bildung in allen Regionen Deutschlands. Die MVP tritt aktiv für ein bundeseinheitliches Bildungssystem
ein, weil 16 verschiedene Standards Chancengleichheit strukturell untergraben. Ob Deutschland diesen Weg
geht, entscheidet das Volk.
Chancengleichheit im Bildungssystem bedeutet für die MVP: kein Kind soll aufgrund der
Einkommenssituation seiner Eltern schlechtere Bildungschancen haben. Ob und wie das durch beitragsfreie
Angebote, einkommensabhängige Modelle oder andere Instrumente erreicht wird – und wie es gegenfinanziert
wird – entscheidet das Volk.
Grundlegende bildungspolitische Reformen, insbesondere solche
mit bundesweiter Wirkung, werden durch Volksabstimmungen demokratisch legitimiert.
Chancengleichheit bedeutet gleiche Startmöglichkeiten, nicht staatlich verordnete Gleichheit der
Ergebnisse. Leistungsbereitschaft, Engagement und individuelle Begabungen sollen gefördert werden, ohne
soziale Herkunft oder regionale Unterschiede zu benachteiligen.
Forschung und Wissenschaft müssen frei, transparent und unabhängig bleiben. Politische oder
wirtschaftliche Einflussnahme auf Inhalte von Lehre und Forschung wird abgelehnt. Über große
strategische Ausrichtungen der staatlichen Forschungsförderung entscheidet die Bevölkerung im
demokratischen Verfahren.
14. Soziales & Gesundheit
Der soziale Zusammenhalt und der Schutz der menschlichen Würde sind zentrale Grundlagen des Staates. Die
MVP steht für ein solidarisches Gemeinwesen, in dem Hilfe für Bedürftige gewährleistet ist und
Eigenverantwortung gefördert wird.
Der Staat stellt eine verlässliche medizinische Grundversorgung für alle Menschen in Deutschland sicher.
Die MVP
tritt im Parlament für eine solidarische Bürgerversicherung ein, weil sie strukturell stabiler
finanziert ist und niemanden nach Einkommensart diskriminiert. Ob Deutschland diesen Weg geht,
legitimiert eine Volksabstimmung – aber unsere Verhandlungsposition ist klar.
Grundlegende Reformen des Sozial- und Gesundheitssystems werden transparent vorbereitet und durch
Volksabstimmungen demokratisch legitimiert.
Soziale Unterstützung soll gezielt, fair und nachvollziehbar erfolgen. Leistungen des Sozialstaates
müssen menschenwürdig ausgestaltet sein, dürfen jedoch nicht zur dauerhaften Abhängigkeit führen oder
Leistungsbereitschaft untergraben.
Gesundheitspolitische Entscheidungen müssen sich an medizinischer Wissenschaft, langfristiger
Finanzierbarkeit und dem Schutz der individuellen Freiheit orientieren. Staatliche Eingriffe in
persönliche Lebensentscheidungen bedürfen einer klaren demokratischen Legitimation und dürfen nicht
unverhältnismäßig sein. Die Bürger selbst sollen entscheiden, ob gesetzliche und private
Krankenversicherung zu einem einheitlichen System zusammengeführt werden – denn diese Frage betrifft
jeden.
Die Pflegesituation in Deutschland ist eine der drängendsten sozialen Fragen: steigende Kosten,
Fachkräftemangel und eine alternde Gesellschaft. Die MVP hat keine einfache Antwort darauf – weil es
keine gibt. Wir treten dafür ein, dass diese Frage ehrlich und transparent dem Volk vorgelegt wird: mit
konkreten Modellen, deren Kosten und Konsequenzen offen dargelegt werden. Dazu gehört auch die Frage der
Pflegekräfte – ob durch bessere Arbeitsbedingungen im Inland, gezielte Fachkräftemigration oder andere
Wege, entscheidet das Volk auf Basis echter Zahlen.
15. Umwelt, Klima & Generationengerechtigkeit
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist eine Verantwortung gegenüber heutigen und zukünftigen
Generationen. Die MVP versteht Umwelt- und Klimapolitik als langfristige Aufgabe, die ökologische
Verantwortung mit sozialer und wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbindet.
Die MVP hält Klimaschutz für wissenschaftlich notwendig und langfristig wirtschaftlich sinnvoll. Wir
stehen konkret für den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Wasserstoff- und
CO₂-Speichertechnologien sowie eine sozial faire CO₂-Bepreisung. Kernkraft lehnen wir aus ökologischen
und sicherheitspolitischen Gründen ab – insbesondere wegen des ungelösten Endlagerproblems. Sollte das
Volk per Volksabstimmung eine andere Entscheidung treffen, wird diese umgesetzt, mit verbindlichen
Auflagen zu Sicherheit, Lagerung und Finanzierung der Folgekosten. Konkrete Maßnahmen wie ein
Tempolimit, ein Verbrennerverbot oder eine CO₂-Steuer werden per Volksabstimmung demokratisch
legitimiert. Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein – diesen Zielkorridor unterstützt die MVP, den
konkreten Weg entscheidet das Volk.
Grundlegende umwelt- und klimapolitische Weichenstellungen werden demokratisch durch Volksabstimmungen
legitimiert. Maßnahmen müssen wirksam, verhältnismäßig und nachvollziehbar sein sowie regionale
Unterschiede und soziale Auswirkungen berücksichtigen.
Generationengerechtigkeit bedeutet, dass politische Entscheidungen weder die Lebensqualität zukünftiger
Generationen gefährden noch einseitig heutige Bevölkerungsgruppen überfordern dürfen. Umwelt- und
Klimaschutz müssen deshalb finanzierbar, technologieoffen und langfristig stabil ausgestaltet werden.
Der Staat setzt klare ökologische Rahmenbedingungen, fördert Innovation und verhindert Umweltzerstörung,
ohne unverhältnismäßig in die persönliche Freiheit einzugreifen. Pauschale Verbote ohne demokratische
Legitimation lehnt die MVP ab. Ein konkretes Beispiel für eine solche Volksabstimmung wäre die Frage
eines Tempolimits auf Autobahnen – eine Entscheidung, die das Volk treffen soll.
16. Sicherheit & Rechtsstaat
Sicherheit ist die wichtigste Grundlage, damit Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft überhaupt funktionieren können. Unsere Polizei, die Justiz und alle Sicherheitsbehörden müssen voll handlungsfähig sein. Das bedeutet, dass sie sowohl personell als auch technisch gut ausgestattet sein müssen, aber eben auch rechtsstaatlich kontrolliert werden. Die MVP setzt sich ganz konkret für eine unabhängige Beschwerdestelle für Bürgerinnen und Bürger ein, wenn es zu Übergriffen durch die Polizei kommt. Diese Stelle muss außerhalb der Polizei stehen, um echtes Vertrauen und eine ehrliche Kontrolle zu garantieren. Eine konsequente Strafverfolgung bei Gewalt gegen Einsatzkräfte ist für uns selbstverständlich. Über das Geld für die Ausrüstung und die Gehälter der Polizei entscheidet das Volk bei den Debatten zum Haushalt. Eine anlasslose Massenüberwachung lehnen wir strikt ab. Wo genau die Grenze zwischen Sicherheit und Freiheit verläuft, entscheidet bei uns das Volk. Große Entscheidungen bei der Sicherheit, die spürbare Auswirkungen auf die Bevölkerung haben, werden durch Volksabstimmungen demokratisch bestimmt.
Der Staat hat die Pflicht, Straftaten konsequent zu verfolgen und die Opfer wirksam zu schützen. Gleichzeitig dürfen Sicherheitsmaßnahmen niemals dazu führen, dass Bürger pauschal überwacht oder in ihren Freiheiten eingeschränkt werden. Rechtsstaatlichkeit bedeutet für uns, dass Gesetze für alle Menschen gleichermaßen gelten und das Handeln des Staates jederzeit überprüft werden kann. Machtmissbrauch, Willkür oder die politische Ausnutzung von Sicherheitsbehörden lehnen wir entschieden ab. Die genaue Grenze zwischen notwendiger Sicherheit und bürgerlicher Freiheit wird eine der ersten Fragen sein, die wir dem Volk zur Abstimmung vorlegen.
In akuten Gefahrenlagen, bei Naturkatastrophen oder in schweren Krisen behalten die Regierung und die Behörden natürlich ihre volle Handlungsfähigkeit. Schnelle Entscheidungen in echten Notlagen dürfen nicht durch Abstimmungen blockiert werden.
Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt. Die MVP fordert spezialisierte Ermittlungsteams, eine deutlich bessere Unterstützung für Betroffene und eine konsequente Strafverfolgung in diesem Bereich, völlig unabhängig von der aktuellen Haushaltslage oder politischen Debatten. Prävention, Aufklärung und der Schutz von Kindern sind für uns absolut nicht verhandelbar.
17. Außenpolitik & internationale Zusammenarbeit
Die Außenpolitik Deutschlands soll dem Frieden, der Sicherheit und der Wahrung der demokratischen Werte
dienen. Die MVP setzt auf eine verantwortungsvolle, souveräne und am Volkswillen orientierte
Außenpolitik, die nationale Interessen mit internationaler Zusammenarbeit verbindet.
Langfristige Richtungsentscheidungen der Außenpolitik werden durch Volksabstimmungen demokratisch
legitimiert.
Dazu zählen insbesondere Fragen der
internationalen Bündnisse, sicherheitspolitische Verpflichtungen und grundlegende Richtungswechsel in
der Außenpolitik.
Internationale Kooperation, Diplomatie und wirtschaftliche Zusammenarbeit haben Vorrang vor
Konfrontation. Militärische Mittel sind ausschließlich als letztes Mittel zur Verteidigung, zur Wahrung
des Völkerrechts oder im Rahmen international legitimierter Einsätze zu betrachten.
Deutschland bleibt ein verlässlicher Partner in internationalen Organisationen und setzt sich für
Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und friedliche Konfliktlösung ein. Gleichzeitig wahrt der Staat
seine demokratische Souveränität und lehnt undemokratische Einflussnahme von außen ab.
Über die langfristige Höhe der Verteidigungsausgaben soll die Bevölkerung in regelmäßigen
Volksabstimmungen entscheiden.
Akute außenpolitische Entscheidungen bleiben Aufgabe von Parlament und Regierung, damit Deutschland in
Krisen schnell handlungsfähig bleibt. Dazu zählen insbesondere diplomatische Krisenreaktionen,
militärische Notlagen und kurzfristige sicherheitspolitische Entscheidungen. Volksabstimmungen
betreffen
ausschließlich langfristige strategische Entscheidungen der Außenpolitik.
Die MVP steht klar zur NATO-Mitgliedschaft und zur europäischen Zusammenarbeit als Grundlage für Frieden
und Sicherheit in Deutschland. Über grundlegende Richtungsänderungen in der Bündnispolitik oder die Höhe
der Verteidigungsausgaben entscheidet jedoch das Volk.
18. Digitalisierung & Staatstransparenz
Die MVP fördert eine moderne, digitale Verwaltung, die den Bürgern effizienten, sicheren und transparenten Zugang zu staatlichen Leistungen ermöglicht. Digitalisierung soll die Demokratie stärken, Beteiligung erleichtern und bürokratische Hürden abbauen.
Grundlegende Entscheidungen zur Digitalisierung des Staates, einschließlich der Einführung neuer digitaler Plattformen oder Verfahren, werden durch Volksabstimmungen demokratisch legitimiert. Dabei steht die Sicherheit personenbezogener Daten und die Wahrung der Privatsphäre an oberster Stelle. Transparenz bedeutet, dass politische Entscheidungen, Ausgaben und Verwaltungshandeln nachvollziehbar, prüfbar und öffentlich zugänglich sind. Der Staat verpflichtet sich, Bürgerinformationen neutral und verständlich bereitzustellen, um fundierte Mitbestimmung zu ermöglichen.
Digitale Innovationen werden technologieoffen und langfristig tragfähig gefördert, ohne dass Grundrechte
oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährdet werden. Die digitale Teilhabe aller Bürger,
unabhängig von Region, Alter oder sozialem Hintergrund, ist gewährleistet.
Die grundlegende Frage, wo Deutschland die Grenze zwischen staatlicher Transparenz und dem Schutz
persönlicher Daten zieht, wird als eine der ersten Fragen dem Volk zur Volksabstimmung vorgelegt.
19. Demokratische Absicherung des digitalen Bürgerforums
Das digitale Bürgerforum ist ein zentrales Instrument direkter Demokratie. Es ermöglicht die
strukturierte Beteiligung der Bevölkerung an politischen Entscheidungsprozessen. Parlament und
Verfassungsordnung werden dadurch nicht ersetzt, sondern ergänzt. Das Forum wirkt ausschließlich
innerhalb der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und dient der Willensbildung – nicht der
eigenständigen Machtausübung.
Der Betrieb unterliegt einer unabhängigen, demokratisch legitimierten Aufsicht. Die Plattform wird als
Open-Source-System entwickelt. Die Finanzierung erfolgt durch den Staat und ist kosteneffizienter als
klassische Briefwahlverfahren. Sämtliche technischen Systeme, Abstimmungsprozesse und Auswertungen
müssen transparent, überprüfbar und öffentlich nachvollziehbar sein.
Zur Sicherung von Vertrauen und Integrität gelten klare Kontroll- und Einspruchsverfahren. Ein
zweistufiges Sicherheitskonzept kommt zum Einsatz:
Erstens erfolgt die Identitätsprüfung über den digitalen Personalausweis oder vergleichbare staatlich
anerkannte Verfahren, um Mehrfachabstimmungen und automatisierte Bots zu verhindern.
Zweitens wird bei statistisch auffälligen Ergebnissen eine technische Plausibilitätsprüfung
durchgeführt. In solchen Fällen überprüft die unabhängige Aufsicht gemeinsam mit dem Volkssprecher die
Abstimmung, bevor ein endgültiges Ergebnis bestätigt wird. Bei begründetem Manipulationsverdacht werden
Abstimmungen ausgesetzt und überprüft.
Volksabstimmungen finden gebündelt in regelmäßigen Abstimmungszeiträumen statt. Dadurch bleibt
politische Mitbestimmung übersichtlich, planbar und alltagstauglich.
Die MVP erweitert politische Meinungsbildung über die klassische Parteienpolitik hinaus. Der
Volkssprecher vertritt die im Bürgerforum erarbeiteten Positionen unmittelbar gegenüber der Politik. Er
fungiert als direkte Stimme der Bürger.
Um Überforderung zu vermeiden und die Beteiligung zu erhöhen, basiert das Bürgerforum auf einer
freiwilligen Themenauswahl. Bürger erhalten gezielt nur die politischen Inhalte, die für sie relevant
sind. Wichtige Grundsatzentscheidungen werden allen angezeigt, während fachspezifische Themen optional
vertieft werden können.
Individuelle Filter ermöglichen die Auswahl nach Politikbereichen wie Wirtschaft, Umwelt, Bildung oder
Sicherheit sowie nach regionalen Ebenen. Nationale Entscheidungen bleiben für alle sichtbar, die
Teilnahme an einzelnen Abstimmungen ist grundsätzlich freiwillig.
Zum Schutz vor Desinformation wird vor jeder Abstimmung ein unabhängiges, parteiübergreifendes
Faktencheck-Gremium eingesetzt, das nachweislich falsche Aussagen kennzeichnet, ohne Meinungen
einzuschränken.
Zur Vermeidung digitaler Ausgrenzung steht parallel eine analoge Briefvariante zur Verfügung.
Cybersicherheit wird durch staatliche Infrastruktur sowie regelmäßige, öffentlich einsehbare
Sicherheitsprüfungen gewährleistet. Identitätsnachweis und Stimmabgabe werden technisch getrennt
gespeichert, sodass keine Rückverfolgung möglich ist.
Jede Volksabstimmung läuft über einen festen Zeitraum von drei Wochen, um eine breite Beteiligung
sicherzustellen.
Die Entwicklung des digitalen Bürgerforums erfolgt in drei klar definierten Phasen:
| Phase 1 Alpha ab 1.000 Unterstützern | Diskussionsforum ohne Abstimmungsfunktion, vollständig als Open-Source entwickelt, öffentlich einsehbarer Code. |
| Phase 2 Beta ab 5% Stimmenanteil | Abstimmungsfunktion mit eID-Integration, Pilotabstimmungen zu ausgewählten Themen, Sicherheitsprüfung durch das BSI. |
| Phase 3 Vollbetrieb bei Regierungsbeteiligung | Verfassungsrechtlich abgesichertes System auf staatlicher Infrastruktur, flächendeckend zugänglich, mit analoger Briefvariante als Parallelangebot für alle Bürger ohne digitalen Zugang. |
20. Migration & Asyl
Migration ist eine gesellschaftliche Realität, die verantwortungsvoll, menschlich und im Rahmen des
Rechts gestaltet werden muss.
Die MVP steht für eine humane, faire und klare Migrationspolitik. Dabei werden sowohl die Bedürfnisse
der Gesellschaft als auch die Würde der Menschen berücksichtigt, die nach Deutschland kommen.
Abschiebungen in aktive Kriegsgebiete widersprechen internationalem Recht und Artikel 1 des
Grundgesetzes. Diese Grenze gilt immer, unabhängig von politischen Entscheidungen oder
Mehrheiten.
Integration bedeutet Verantwortung auf beiden Seiten. Der Staat schafft Chancen zur Teilhabe.
Zugewanderte achten die Werte des Grundgesetzes.
Über konkrete Regeln zur Einwanderung, Integration und Aufnahme entscheidet die Bevölkerung durch
Volksabstimmungen. Diese sollen informiert, transparent und ohne Angstmache stattfinden.
Konkret heißt das für die MVP:
Asylverfahren sollen innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen werden. Dafür braucht es mehr Personal
und digitale Abläufe.
Abgelehnte Anträge werden nach einem fairen und zügigen Verfahren umgesetzt. Dabei steht die
menschenwürdige Behandlung immer im Mittelpunkt.
Niemand wird in Kriegsgebiete oder in lebensgefährliche Situationen abgeschoben.
Legale Arbeitsmigration wird über ein klares Punktesystem geregelt, ähnlich wie in Kanada.
Aufnahmequoten und Integrationsmaßnahmen werden vom Volk per Abstimmung festgelegt, transparent und
sachlich.
Deutschland ist ein offenes Land. Wer Schutz sucht, soll ihn bekommen.
Wer hier leben und arbeiten möchte, bekommt eine faire Chance, unabhängig von Herkunft oder
Religion.
Gleichzeitig gilt für alle Menschen in Deutschland dasselbe: die Grundrechte des Grundgesetzes zu
achten. Sie sichern Würde und Schutz für jeden.
Das ist keine Forderung gegen Zuwanderung, sondern die gemeinsame Grundlage für das
Zusammenleben.
Diese Haltung bringt die MVP in jede Volksabstimmung ein, als Angebot, nicht als Zwang.
Wir vertrauen darauf, dass Menschen bei guter Information vernünftige und humane Entscheidungen treffen.